Retina Suisse startet Kampagne zur Früherkennung der Altersbedingten Makuladegeneration

Die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist in Industrieländern die häufigste Ursache für einen Sehverlust im Alter. Da eine AMD oft erst spät entdeckt wird, lanciert Retina Suisse nun erstmals eine Sensibilisierungskampagne für Menschen ab 50 Jahren zur Früherkennung der AMD. Der Start der Kampagne findet in der deutschen Schweiz statt und soll nächstes Jahr auf die Romandie und das Tessin ausgeweitet werden.

Die Statistiken zeigen es klar: Die chronisch verlaufende Netzhauterkrankung AMD betrifft in der Schweiz etwa eine von 30 Personen im Alter von 55 bis 59 Jahren. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit deutlich an: Bei den über 85-Jährigen ist etwa jede fünfte Person betroffen

Es gibt zwei verschiedene Arten der Makuladegeneration: die trockene und die feuchte AMD, wobei die trockene Form häufiger auftritt als die feuchte. Die feuchte Form der Altersbedingten Makuladegeneration schreitet schnell fort und muss umgehend behandelt werden. Ohne Behandlung führt sie innert kurzer Zeit zu einem schweren, bleibenden Verlust des zentralen Sehvermögens bis hin zu einer möglichen Erblindung.

Früherkennung zentral

Anzeichen für eine AMD sind eine verschlechterte Sehschärfe, die durch eine Lesebrille nicht korrigiert werden kann, Nachtblindheit, schlechtes Kontrastsehen oder verzerrtes Sehen. Eine Altersbedingte Makuladegeneration kann über lange Zeit unbemerkt fortschreiten.

Wer Veränderungen des Sehens feststellt, sollte also möglichst schnell eine Augenärztin oder einen Augenarzt aufsuchen. Dies ist die zentrale Botschaft der neuen Früherkennungskampagne von Retina Suisse.

Augenzwinkernde Kampagnensujets

Die öffentliche AMD-Sensibilisierungskampagne von Retina Suisse startet Mitte September 2026 in der Deutschschweiz und soll schrittweise über mehrere Jahre hinweg in der ganzen Schweiz umgesetzt werden.

Als Eye-Catcher dienen Gittermuster aus dem Alltag – etwa ein Einkaufskorb oder ein Tennisracket – die zum Amsler-Gitter-Sehtest überleiten. Menschen ab 50 Jahren sollten ihre Augen regelmässig mit dem Amsler-Gitter selbst testen und einmal jährlich einen Checkup bei der Augenärztin oder dem Augenarzt machen lassen.

Die Kampagnensujets werden an vielen Orten zu finden sein: auf digitalen Screens in zahlreichen Bahnhöfen, auf Hängekartons in Bussen des öffentlichen Verkehrs, auf Inseraten in Publikums- und Fachmedien, auf Postkarten in Wartezimmern von Augenärzten sowie auf Posts und in Podcasts auf verschiedenen Social-Media-Kanälen.

Die Kampagnenwebseite www.augentesten.ch enthält alle Kampagneninfos und Downloads mit weiterführenden Broschüren.

Sich der Augengesundheit bewusster werden

«Uns ist wichtig, dass sich Menschen mit zunehmendem Alter bewusster werden, wie wertvoll ihre Augengesundheit ist. Gleichzeitig wollen wir mit der Kampagne auf augenzwinkernde Weise dafür sensibilisieren, dass ab 50 jährlich ein Checkup beim Augenarzt oder der Augenärztin notwendig ist.» sagt Susanne Trudel, Geschäftsleiterin von Retina Suisse.

Beratungsstellen von Retina Suisse

Iniziator der Kampagne ist Retina Suisse, die Vereinigung von Patientinnen und Patienten mit Retinitis pigmentosa (RP), Makuladegeneration, Usher-Syndrom und anderen Erkrankungen des Augenhintergrundes. Retina Suisse betreibt Beratungsstellen in Zürich und Lausanne und begleitet Gesprächsgruppen für betroffene Menschen in verschiedenen Regionen.

Weitere Informationen und Kontaktpersonen

Kampagnenwebseite: www.augentesten.ch

Retina Suisse
Ausstellungsstrasse 36
8005 Zürich
retina.ch

Susanne Trudel
Geschäftsleiterin Retina Suisse
Telefon 044 444 10 77
E-Mail susanne.trudel@retina.ch