Jetzt machen wir den Wocheneinkauf!

Josephine Hayley-Barker (26), Koordinatorin von Retina Suisse Youth, lebt mit Retinitis pigmentosa und berichtet in ihrer Kolumne über den Alltag mit einer Seheinschränkung. In der dritten Folge gibt Josephine Tipps, wie man den Einkauf von Lebensmitteln tätigt.

josephine.hayleybarker@retina.ch

Wie es halt so ist, müssen auch wir Sehbehinderte den Wocheneinkauf tätigen.

Nun gibt es Betroffene, die noch genug Sehvermögen haben, um selbstständig in die Migros oder Coop zu gehen und sich die Produkte ohne Hilfe zu suchen.

Für diejenigen, welche nicht mehr über genügend Sehkraft verfügen, gibt es verschiedene Optionen.

Zu einem bieten Coop und Migros einen Lieferdienst an. Man kann im Internet auf der entsprechenden Webseite die Produkte aussuchen, in den Warenkorb legen und dann einen Termin bestimmen, wann die Produkte geliefert werden sollen.

Zum anderen gibt es die Option, mit einer Begleiterin oder einem Begleiter einkaufen zu gehen. Zum Beispiel mit Hilfe der Assistenzperson oder via Kundendienst des jeweiligen Geschäfts. Die jeweilige Begleitperson geleitet den oder die Sehbehinderte durch den Laden und hilft, die gewünschten Produkte zu finden.

Dabei ist es von Vorteil, wenn man eine Einkaufsliste hat oder sich zumindest die Produkte im Voraus gemerkt hat, die man möchte – um den ganzen Vorgang zu beschleunigen.

Ausserdem ist es ratsam, nicht gerade zu den Stosszeiten zu gehen. Vielmehr sollte es eine Tageszeit sein, in welcher der Laden ruhig und fast leer ist. Dann kann man gemütlich durch die Gänge schlendern.